Montag, 15. Februar 2010

Reise auf dem Northwest Coastal Highway

Seit Geraldton bin ich übrigens auf dem Northwest Coastal Highway unterwegs, nach dem ich meinen Blog benannt habe. Ursprünglich dachte ich ja, dass dieser Highway von Perth bis nach Broome oder so geht, doch angeblich startet er erst in Geraldton. Von Denham her waren es etwa 200km auf einer asphaltierten Strasse bis zum Highway, die ich wieder zurück fahren musste.

Die Fahrt nach Carnarvon dauerte länger als ich dachte. Ich war gute vier Stunden mit dem Auto unterwegs, dazu kamen aber noch die vielen Stopps, die ich zwischendurch machte, um jenste Sehenswürdigkeiten zu bestaunen.

Als erstes machte ich halt beim Eagle Bluff. Die Strasse dorthin war schrecklich, ich fuhr mit etwa 20km/h und es schüttelte mich nach wie vor durch. Mein armes Auto! Doch es hat sich letztendlich gelohnt! Ein kleiner Weg führte zum Aussichtspunkt, von wo man auf Shark Bay herunter sehen konnte.


Ich sah viele Fische im Meer und war etwas enttäuscht, dass keine anderen Meerestiere zu sehen waren, da dieser Aussichtspunkt dafür bekannt ist, Haie, Seekühe, Schildkröten und Rochen zu sichten. Doch es hatte nur so doofe Fische. Ich überlegte mir schon, ob ich diese Fische in den Blog stellen und einfach behaupten soll, es seien Haie ;-) Doch dann traf ich ein paar Iren mit Feldstecher ausgerüstet, die dann bestätigten: das sind tatsächlich Haie! Ich hätte nicht gedacht, dass sie in so grossen Schwärmen unterwegs sind…aber es ist ja schon eigenartig, Haie in Shark Bay ;-)


Kurz bevor ich dann auf den Highway kam, fuhr ich 4km nach Hamelin Pool, wo man Stromatoliten begutachten konnte. Diese sind 3.5 Milliarden Jahre alt! Manchmal dauert es 30 Jahre, damit ein Zentimeter wächst. Es sind mehrschichtige Kalkstein-Felsen (oder so ^^), bestehend aus Blaualgen (Einzeller). Fragt mich nicht, was das jetzt genau heisst. Ich fand es lediglich erstaunlich, dass die so alt sind und machte wie alle Touristen ein paar Fotos davon.


Auf dem Weg zurück zum Parkplatz gab es eine Ruine der besonderen Art. Früher, als noch nicht viel Holz und Steine zum Bau von Häusern zur Verfügung stand, wurden einige Gebäude (unter anderem auch die Kirche in Denham) aus Muscheln gebaut. Hier seht ihr einen Teil einer Muschel-Mauer.


Heutzutage werden diese Muscheln nur noch für die Restauration von historischen Gebäuden in Shark Bay gebraucht.

Sobald ich auf den Highway kam, ging es nur noch geradeaus. Es war ermüdend, vor allem weil ich auch keine Musik hören konnte, da der Radio kein Signal hatte und meine Musik-Kassette (ja, die gibt’s tatsächlich noch ^^), die ich in einem Roadhouse kaufte, sich ständig verfing und das Band rauskam. Leider hat mein Auto ja keinen CD-Player -.- Und ja, ich hielt tatsächlich mal an und rannte und hüpfte um mein Auto rum :P Das hilft wirklich! Und dann noch was essen und man ist wieder wach für die Weiterfahrt.

Auf einmal änderte sich dann die Landschaft. Das passierte so plötzlich, dass ich mich wunderte, ob ich wohl zwischendurch einschlief. Der Sand am Rand der Strasse wurde viel heller, die grünen Büsche verschwanden mehrheitlich und es herrschte eine kahle, weite Gegend. Von einem Aussichtspunkt aus konnte ich ein Foto von dieser Gegend und dem Northwest Coastal Highway machen.


Sorry übrigens für die ewigs langen Postings. Eigentlich mache ich lieber kurze und dafür ausführliche Berichte, doch mit dem Internet hier ist das nicht möglich. Ansonsten würde ich noch über Denham schreiben, wenn ich längst in Darwin angekommen bin ;-)

PS: Wer schenkt mir diese Insel? Da will ich wohnen :D (auch wenn sie von Haien umgeben ist *grins*)

Freitag, 12. Februar 2010

1512km: Denham

Die WWOOFing Familien in Denham sind alle etwas komisch. Plötzlich werden Daten verwechselt, man bekommt eine Zusage und am nächsten Tag erfährt man per Zufall über Drittpersonen, dass man doch nicht hin darf. Es lief alles etwas quer und da ich weiter wollte, fuhr ich mit einer Französin nach Denham. Wir hatten keine Ahnung, was uns dort erwartet und wo wir die nächste Nacht verbringen werden.

Der Weg war lange und die Strasse sah immer gleich aus: schnurgerade, manchmal mit ein paar wellenförmigen Hügelchen dazwischen, aber sonst immer geradeaus. Links und rechts wimmelte es nur so von Busch und ab und zu begegnete uns auch mal ein Auto. Als dann endlich ein Schild kam mit dem ersten Roadhouse (nach etwa zwei Stunden Fahrt), sahen wir ein Emu. Naja..oder zumindest das, was von ihm übrig war. Es lag mitten auf der Strasse! -.-

Unterwegs machten wir halt beim Shell Beach. Der Strand besteht, wie der Name schon sagt, nicht aus Sand, sondern aus ganz vielen, kleinen, weissen Muscheln.


Insgesamt brauchten wir fast vier Stunden, bis wir endlich in Denham ankamen. Nach einem kurzen Besuch im Visitor Centre entschieden wir uns: wir gehen zelten! Ich kaufte im nächsten Shop (es hat ja nicht so viele hier in Denham ;-)) ein Zelt und suchten den nächsten Caravan Park. Dort verbrachten wir eine extrem stürmische Nacht (es windete so stark, dass wir zum Teil fürchteten, dass es uns das Zelt wegweht ^^).

Am nächsten Tag gingen wir nach Monkey Mia. Diese Stadt (also ja, Stadt kann man es ja nicht wirklich nennen, so ein Kaff halt) ist berühmt für die Delfine-Fütterung. Da die Schulferien vorbei waren und es auch nicht wirklich Saison war für diese Gegend, waren nur wenige Besucher da und wir bekamen die Gelegenheit, auch einen Delfin zu füttern. Das war echt toll! Aber man durfte sie leider nicht anfassen, da sie dazumal einige Touristen gebissen haben. Ausserdem fühlen sie sich (nach Angaben der Arbeiter) sehr fein, aber gleichzeitig auch steinhart an. Sie haben extreme Kraft in ihrer Schwanzflosse und können damit jemanden umhauen. Deshalb müssen die Zuschauer während der Fütterung aus dem Wasser und nur diejenigen, welche gerade mit füttern an der Reihe sind, dürfen rein. Wenn die Arbeiter dann den Arm hoch halten, heisst das, dass sie nur noch einen Fisch haben. Die Delfine wissen das und verschwinden danach wieder ins Meer.


Am Tag gibt es drei Fütterungen. Früher machten sie mehrere, doch dann gab es Delfine, welche sich nur noch aufs Fressen fixierten und Sachen wie das Beibringen ihrer Jungen von Sozialverhalten und Jagen vernachlässigten. Und ein Delfin, der nicht sozial ist, kann nicht überleben. Deshalb wurde es auf drei Mahlzeiten zurück gesetzt und die Delfine wissen das. Nach dem dritten Mal kommen sie erst am nächsten Tag wieder.

Übrigens können Delfine ihre Augen nicht so bewegen wie wir. Wenn sie also genauer sehen wollen, wer oder was sich über ihnen befindet, drehen sie sich auf die Seite, damit die Augen nach oben schauen können.
Hier ein paar Fotos von den Delfinen und der wunderschönen Umgebung von Monkey Mia.


Hier sieht man, wie sich die Delfine drehen, um nach oben zu schauen. Ausserdem habe ich ja erklärt, dass wir sie nicht anfassen dürfen, doch die Delfine selber suchen zum Teil den Kontakt (ihnen ist es erlaubt ;-)), das kann man hier auch gut erkennen.



Als wir dann nach einem super Tag zurück nach Denham fahren wollten, begegnete uns mitten auf der Strasse noch ein Emu – diesmal ein lebendiges xD


My little Aussie note: At the moment I'm in Carnarvon, working on a farm with heaps of bananas and mangos. Next week I'll go on to Gnaraloo Station, but about this I write in my next post ;-) Hope you're all well!

Dienstag, 9. Februar 2010

886km: Kalbarri

Ich bin zwar schon weiter in meiner Reise, doch da ich in Kalbarri kein Internet hatte, mache ich einen kurzen Rückblick.

Zusammen mit zwei Französinnen fuhr ich von Geraldton nach Kalbarri. Unterwegs machten wir einen kurzen Abstecher zum Pink Lake in Port Gregory. Der See ist tatsächlich total pink und sieht total unwirklich aus ^^


Bald konnten wir dann das Meer sehen und ich fuhr auf einer Schotterpiste zur Küste, wo man traumhaft schöne Klippen sehen konnte. Das erste Foto ist Grandstand, danach folgt Island Rock und schliesslich Natural Bridge.




In Grandstand standen wir vor meinem Auto und waren gerade dabei, einzusteigen, als ein anderes Auto daher gerast kam, mit einem komischen Ding auf dem Dach. Wir schauten alle ganz verdutzt, als es einfach durch die Parkplätze durch und wieder zurück fuhr. Erst danach realisierte ich, dass es ein Google-Auto war, das entweder für Google Street View oder für Google Earth gefilmt hat! Falls ihr mich also sehen wollt, sucht das Internet ab ;-)

Schliesslich kamen wir dann in Kalbarri an. Ich brachte die beiden Französinnen zu einem Backpacker und machte mich danach auf den Weg zur Murchison House Station. Nach zehn Minuten und einer langen, holprigen Schotterpiste kam ich an. Ich verbrachte insgesamt eine Woche dort. Die Arbeit war ziemlich hart und dauerte länger als auf anderen Farmen. Wir mussten Zäune aufbauen, um wilde Ziegen zu fangen, dabei mussten wir uns vor Wildschweinen und den Stieren in Acht nehmen (je nach dem hätten wir ins Auto rennen müssen, weil die ziemlich angriffig sind ^^) und wir trafen auch auf eine Brown Snake, eine der giftigsten Schlangen in Australien. Wären wir gebissen worden, hätten wir es nicht überlebt, da wir eine halbe Stunde Autofahrt von der Farm selbst entfernt waren. Das Gelände ist extrem gross (75km2), man kann ewig lang fahren und befindet sich immer noch auf der gleichen Farm. An einem Tag auf dem Weg zur Arbeit sind wir dann mal im Sand stecken geblieben ^^


Gleich daneben (in australischer Sicht ;-)) befindet sich der Kalbarri National Park. An einem schönen Morgen fuhr ich mit Sibylle, einer Französin, und Phil, einer Irin, dort hin und verbrachten einige Stunden damit, Fotos zu schiessen und bei der Hitze herumzulaufen. Durch die Steine wurde es bis zu 50 Grad. Zum Glück hatten wir genügend Wasser dabei und waren auch sonst gut ausgerüstet gegen die Hitze. Erstaunlich (oder eher bedenklich) war ja, dass gewisse Touristen mit ihren Flipflops durch die Gegend liefen, wobei wir mit unseren Wanderschuhen zum Teil schon Mühe hatten. Doch die Schweisstropfen haben sich gelohnt, es entstanden wunderschöne Bilder und wir hatten eine tolle Zeit, auch wenn der Fluss wegen der Jahreszeit eher einem Tümpel gleicht.


Das ist Nature's Window - der weltweit meist fotografierte Ort ;-)


Kleines Suchrätsel: Wer findet mich auf diesem Bild? xD



Schliesslich, an meinem zweitletzten Tag in Kalbarri, machte ich mit denselben beiden Mädels einen Ausflug auf die Hutt River Province. Diese Provinz wurde 1970 gegründet und gehört offiziell nicht mehr zu Australien. Der Besitzer der Farm war damals mit den Steuern seiner Ernte nicht einverstanden (oder sowas in der Art ^^) und fand in den Gesetzen eine Lücke. Innerhalb von einem Jahr erreichte er also seine Unabhängigkeit und ernannte sich selbst zum Price irgendwas ^^. Wir sprachen mit der Queen (das war echt lustig, ich musste mir das Lachen verkneifen, weil das so unglaublich klingt) und erfuhren einiges über die damaligen Zustände. Wir bekamen dann einen Stempel in den Pass für unser Visa und die Queen fragte, ob wir heute auch wieder ausreisen, damit sie den Ausreisestempel auch gleich rein machen konnte. Das war echt ein komischer Moment und ich brachte den ganzen Tag mein Grinsen nicht mehr weg ;-)
Die Hutt River Province verfügt ausserdem über eine Kirche, eine Post (mit eigenen Postmarken, dazu gibt es auch eine eigene Währung), einen Souvenir Shop und das Haus, in dem sie lebten. Zudem wurde der Kopf vom König aus Stein gemeisselt xD Das folgende Foto ist nicht von mir, denn ich habe an diesem Tag die Kamera vergessen -.-


My little Aussie note: I’ve had a wonderful time in Kalbarri, but unfortunately no internet. That’s why I tell you about Kalbarri now, although I already travelled further north. At the moment I’m travelling with a French girl and she will probably join me longer that the other two, because she’s also a WWOOFer and does about the same trip as I do. Oh and by the way, to all who are worried about me going north: Thanks to Liz I’ve got a thing (forgot the name) with an alarm button! If my car ever breaks down in the middle of nowhere, I can press the button and it will send a signal via a satellite every 15 seconds for about ten days. So don’t worry, I’ll be fine :-)

Sonntag, 31. Januar 2010

Animals in Australia – Part I

Sooo, ich möchte euch auf diesem Wege mal einige der Tiere näher bringen, die ich bisher in Australien angetroffen habe - manche mehr, manche weniger erfreuliche Begegnungen ;-)

Bobtail Skink
(auch genannt „blue-tongue lizard“ oder „shingle-back skink“)


Wenn man dieser Echse zu nahe kommt, öffnet sie ihren Mund, zeigt ihre blaue Zunge und hisst. Verhält man sich unangebracht gegenüber diesen Tieren, können sie durchaus beissen, was jedoch eher selten vorkommt.
Bobbys findet man häufig in Südwestaustralien wie auch quer durch den Nullarbor Plain bis Südost-Australien. Wir hatten auch Bobbys, die bis zu unserem Haus kamen, die wir dann mit Tomaten gefüttert haben.


Wie viele andere Reptilien halten auch Bobtail Skinks einen Winterschlaf. Falls man sie also zufälligerweise unter Blätter oder Ästen findet, sollte man sie in Ruhe lassen.

Galah


Kommt man zum ersten Mal nach Australien, denkt man sich: „Ooooh, ein Papagei, wie niedlich!“ Doch lernt man sie erst mal kennen, sind sie einfach nur lästig. Sie machen unendlich viel Lärm in ihren riesigen Schwärmen (bis zu 1000 Vögel) und fressen das Futter von den Hühnern, Enten, Gänsen und Kängurus (wenn sie auf einer Farm gefüttert werden) weg. Sie kommen praktisch überall in Australien vor – im Gegensatz zum Skink. Manchmal ist die Natur wirklich ungerecht ;-)
Sitzen sie auf einer Leitung und ist ihnen langweilig, lassen sie sich zwischendurch mal wie eine Fledermaus hängen und halten sich nur noch mit einem Bein. Als ich das zum ersten Mal sah, war ich echt geschockt und dachte, der Vogel hätte sich was getan und hängt jetzt hilflos an dieser Stromleitung.

Huntsman Spider


Diese Spinne wird auch Giant Crab Spider (grosse Krabbenspinne) genannt, wegen ihrer krabbenförmigen Beine. Dadurch ist sie auch gut zu identifizieren und mit ihren grauen Haaren trennt sie sich auch von den anderen Spinnen. Ausserdem hat sie (das wusste ich zuvor noch nicht) acht Augen! Diese Spinne macht kein Netz sondern geht jagen. Dabei frisst sie meistens Insekten und andere wirbellose Tiere, manchmal auch kleine Echsen und Geckos. Sie bewegen sich sehr schnell und können auch springen. Sie neigen auch zu einem „Klammereffekt“, wenn man sie aufheben will. Dies erschwert es, sie abzuschütteln. Wenn sie provoziert wird, kann sie durchaus beissen. Doch sie ist nicht tödlich, es tut weh und man schwillt etwas an, was nach 1-2 Tagen aber wieder verschwindet.

Diese Huntsman Spider hatte ich in meinem Zimmer, direkt neben meinem Bett. Schon damals vor fünf Jahren hatte ich solch eine Spinne und der Vater der Familie weigerte sich, sie weg zu machen. Angeblich sind sie ja eher beliebt, weil sie Insekten fressen und vor allem Kakerlaken, ihr Lieblingsessen. Ich glaube, diese Spinne hat auch den grossen, schnellen, komischen Käfer gefressen, der in meinem Zimmer rumgekrabbelt ist. Auf jedenfall ist mir eine Huntsman lieber als eine andere Spinne, bei der ich nicht weiss, was es für eine ist. Doch allgemein bin ich froh, wenn diese Viecher draussen bleiben ;-)

PS: Emilia, hier hast du deine Spinne. Zufrieden? :P

Donnerstag, 28. Januar 2010

665km: Geraldton

Nach ein paar Tagen in Dongara, 63km von Geraldton entfernt, machte ich mich wieder auf den Weg. In Dongara war nicht viel los und die Familie war nicht, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Auf dem Weg nach Geraldton kam ich an Greenough vorbei, eine kleine Stadt die sich mittlerweile Geraldton anschloss (nun heisst es Geraldton-Greenough). Dort sah ich eigenartige Sachen wie diese Bäume.



Das ist keine krumme Baumsorte und sie sind auch nicht einfach umgefallen. Sie wurden durch den ständigen Südwind so geformt. Der ursprüngliche Name ist „River Gum“, eine Art Eukalyptus, doch durch ihr Aussehen werden sie „Leaning Trees“ genannt.

Geraldton ist eine Stadt mit ca. 35‘000 Einwohnern. Ich lebe hier ziemlich nahe von der Altstadt und dem Meer. Auch nicht weit entfernt von hier liegt das HMAS Sydney II Memorial. Die HMAS Sydney war ein Schiff, das in den zweiten Weltkrieg involviert war. Als am 19. November in Shark Bay ein anderes Schiff gesichtet wurde, dachte man, es sei ein etwa 20km entferntes Handelsschiff. Die Leute auf dem fremden Schiff identifizierten sich selbst als das holländische Schiff Straat Malakka. Doch in Wirklichkeit war es der deutsche Hilfskreuzer Kormoran, verkleidet und mit einer falschen Flagge. Gemäss den Überlebenden von Kormoran näherte sich die HMAS Sydney bis zu 1000 Metern und war äusserst überrascht und überwältigt, als die Crew auf einmal mit einer verdeckten Artillerie und Torpedos auf sie los gingen. Keines der beiden Schiffe überlebte die Attacke, 340 Personen vom Kormoran wurden gerettet, doch die HMAS Sydney ging mit ihren 645 Mann unter.
Das Wrack der Sydney fand man am 16. März 2008, etwa 150km von Shark Bay entfernt und 22.6km vom Kormoran, den man einige Tage zuvor fand.
Der Untergang der HMAS Sydney bleibt die grösste Tragödie in der australischen Geschichte der Marinen. Zu Gedenken der 645 Menschen wurde ein Memorial errichtet auf einem der Hügel in Geraldton. Die silberne Kuppe besteht aus 645 Möwen, für jeden Toten eine.


Ausserdem wurde eine Wand aufgestellt, die alle Namen aufzählt, die sich auf der HMAS Sydney befanden.
Viele Touristen verschlägt es zum Memorial, jedoch nicht nur der Geschichte wegen, sondern auch durch die wunderschöne Aussicht über Geraldton.


My little Aussie note: I'm in Geraldton staying at Liz's house, it's lovely here and I enjoy the city (finally back in the civilisation! ;-)) My car is getting repaired, I can pick it up tomorrow, so everything's perfect for my drive up north. On monday I move on to Kalbarri where I will stay for a week on a goat, sheep and cattle farm. Take care and keep in touch! :-)

Freitag, 22. Januar 2010

Nambung National Park: The Pinnacles

46 Kilometer entfernt von meiner Farm liegt der Nambung National Park, in dem sich die Pinnacles befinden. Tausende von Kalksteinsäulen ragen aus den Sanddünen. Es gibt sie in allen Formen und Grössen, zum Teil sind sie bis zu dreieinhalb Meter gross. Man nimmt an, dass die Pinnacles vor 6000 Jahren da waren und dann von Sand verdeckt wurden, bis sie in den letzten 100 Jahren wieder auftauchten. Dieser Prozess kann auch heute noch beobachtet werden: durch den Wind werden die Pinnacles im nördlichen Teil mehr und mehr aufgedeckt, während die im südlichen Teil langsam wieder zugedeckt werden. Betrachtet man das Ganze von oben, so sieht man die grosse Sanddüne, die sich langsam im laufe der Jahre über die Kalksteinsäulen legt - echt beeindruckend!









Mittwoch, 13. Januar 2010

344km: Jurien Bay

Erst einmal Entschuldigung, dass es so lange gedauert hat mit dem Beitrag. Wegen verschiedenen Problemen mit dem Internet konnte ich nicht online kommen oder es konnte nichts hochladen. Es ist zwar immer noch sehr langsam (ca. 10-15 Minuten pro Bild, das ich hochlade), aber es geht zumindest ;-)

Nach 12 Tagen auf der Waddi Farm in Badgingarra zog es mich weiter nach Jurien Bay, eine schöne Stadt mit 1500 Einwohnern, direkt an der Küste.




Doch wie es halt ist, sind die Farmen nicht in der Stadt selbst, sondern etwas ausserhalb. Meine Farm liegt nun ca. 30km landeinwärts. Es ist eine Farm, die sich um verletzte oder verlassene Wildtiere kümmert. Zurzeit kümmert sie sich um bis zu 17 Känguruhs und 6 Joeys (junge Känguruhs). Die kleinen bekommen dreimal am Tag die Flasche. Ich freue mich immer darauf, sie zu sehen, wie sie daher hüpfen und sich auf die Milch stürzen. Am Abend müssen wir sie dann in einer Stofftasche zum Schlafen legen. Meistens muss man nur den Stoffsack hinhalten und die Joeys rollen sich wie mit einem Purzelbaum selbst hinein. Dann legt man sie in eine grosse Tasche, die in einem Häuschen hängt (jeder Joey hat seine eigene). Und wenn man sie zu früh ins Bett legt, gibt es ganz lustige, die dann wieder aufstehen und sich weigern, schlafen zu gehen. Wie kleine Kinder halt ;-)

Auch die grossen Känguruhs sind toll. Wenn ich am Morgen aufstehe, sind sie schon vor der Tür und warten darauf, dass ich ihnen das Futter bringe. Sie hüpfen dann neben mir her und halten mich zum Teil auch am Arm fest, um ans Futter zu kommen, bevor ich es in die Schüssel leere. Auch während dem Tag (zwischen den Essenszeiten) kommen sie immer wieder daher und suchen den Kontakt. Mein Lieblingskänguruh, der Jack, setzt sich manchmal sogar vor unsere Tür und liegt da wie ein Wachhund. Man kommt auch fast nicht mehr ins Haus, weil er nicht auf die Seite geht. Und man muss natürlich aufpassen, sonst ist Jack plötzlich drinnen und dann wird’s schwierig, ihn wieder aus dem Haus zu bringen ;-)


Nur zur Info, dieses Känguruh ist nicht Jack, sondern eines, das nicht hier grossgezogen wurde. Ist deshalb auch eher scheu, kommt aber dennoch zu den Mahlzeiten.

Nebst den Känguruhs haben wir auch Enten, Gänse, Hühner, Papageien, Kakadus, ganz junge Enten (Küken? Oder wie nennt man die? ^^), eine Katze und einen Hund. Es ist also immer viel los :-)

My little Aussie note: I'm in Jurien Bay at a farm that looks after injuried or abandonned wild animals. I love it here and especially the kangaroos and joeys. They're awesome! Just check it out: http://www.lovelandforwildlife.com/