Montag, 12. April 2010

5542km: Derby

Vor einer Woche kam ich also in Derby an. Es ist ein Kaff, das vor allem durch die Baobabs bekannt ist. Man kann zwar nicht viel unternehmen, doch das Wichtigste ist da:

-Supermarket
-Elektrogeschäft
-Schwimmbad
-Camping- und Sportgeschäft
-Pub

Auf der Farm haben wir viele Pferde, ich durfte einmal auch reiten. Das Haus und die Zimmer haben alle keine Klimaanlage, nur Ventilatoren. Es ist sehr heiss und feucht hier, doch man gewöhnt sich irgendwie mit der Zeit daran.

Als ich einen kleinen Ausflug in die Stadt machte und in ein Geschäft ging, war ich hin und weg, mal wieder eine Klimaanlage zu haben ;-)

Viel zu Fotografieren gab es halt leider nicht, deshalb habe ich hier das Titelbild von der Homepage der Farm. Nächstes Mal kommen dann wieder eigene Bilder.


My little Aussie note: I was staying in Derby for a week, on Birdwood Downs Station. Tomorrow I'm leaving, together with a girl from Taiwan, to Kununurra. I will stay at El Questro. This place does wilderness tours and stuff, so I'm looking forward to goiong to this place and see a lot of nice gorges and waterfalls of the Kimberleys.

Donnerstag, 8. April 2010

Staircase to the moon

Ab dem April sieht man für einige Zeit ein Naturereignis der besonderen Art: Eine Treppe hoch zum Mond, genannt „Staircase to the moon“. Um acht Uhr warteten ich und viele andere Touristen gespannt auf den Mondaufgang. Kurz nach acht Uhr stieg die rot-gelbe Kugel aus dem Meer und schien über das Wasser, so dass es wie eine Treppe aussah.


Schliesslich war meine Zeit in Broome vorbei und ich machte mich auf den Weg nach Derby. Kurz vor meiner Ankunft sah ich einen riesigen Baobab, der als „Prison Boab Tree“ bezeichnet wird. Hier wurden nämlich früher tatsächlich Leute gefangen gehalten! Und zwar war es ein Ruheort für Gefangene auf dem Weg nach Derby. Heutzutage ist der Baum umzäunt und es wird auch nicht empfohlen, hinein zu gehen, da häufig Schlangen darin hausen.

Samstag, 3. April 2010

Perlen in Cygnet Bay

Eine Woche lang war ich auf einer Pearl Farm in Cygnet Bay. Hier habt ihr eine kleine Karte, die ich im Internet gefunden habe. Wenn ihr bei Broome hoch geht bis zum Spitz, dort war ich ;-)


Insgesamt hat die Farm 400‘000 Austern in ihrer Perlenzucht. Diese müssen ständig gesäubert werden, dafür haben sie etwa 30 Mitarbeiter, die während zehn Stunden am Tag für jeweils zehn Tage am Stück (danach haben sie fünf Tage frei) mit dem Boot aufs Meer gehen und die Oyster säubern. An einem Morgen habe ich die Crew begleitet und fünf Stunden lang mitgearbeitet.

Zuerst fuhren wir mit einem kleinen Alu-Boot hinaus, wo wir dann grössere Boote fanden. Wir teilten uns auf, so dass es 3-4 Arbeiter pro Boot hatte.


Damit fuhren wir zum „Arbeitsort“. Es gab lange Reihen, bestehend aus schwarzen Bojen. Es dauerte eine Weile, bis wir am richtigen Ort waren und das dicke Seil, an dem die Bojen befestigt waren, mit einem Anker hochheben konnten.


Die Oyster befinden sich in einem Gitter, das sieht so aus.


Es hat jeweils zwei solche Gitter zwischen den einzelnen Bojen. Nachdem das Seil hochgezogen wurde, muss einer das Seil und die Bojen säubern. Dann hebt er die Gitter heraus und schiebt sie durch eine Maschine, in der sie mit Hochdruck gesäubert werden. Wenn man sie direkt aus dem Wasser zieht, kann man die Austern gar nicht erkennen, dann sieht es nämlich so aus:


Hier seht ihr, wie das Seil und sie Bojen gesäubert werden, daneben steht der Hochdruckreiniger.


Kommen die Gitter aus der Maschine, arbeiten zwei Personen daran, die Austern von kleinen Muscheln zu befreien. Dazu hauen sie wie wild auf der Auster herum. Ich brauchte jeweils für eine Auster so lange, wie die anderen für drei brauchten ^^


Manchmal gab es Löcher in den Gittern, dann musste man sie mit einem Stück Schnur flicken. Es war ganz schön schwierig, mit diesen dicken, roten Handschuhen einen Knoten zu machen. Wenn das Gitter aber gebrochen war, musste man alle Austern raus nehmen und sie in ein neues Gitter legen.

Ab und zu hatte es auch tote Austern dabei. Die waren geöffnet und man konnte sehen, dass das Tier weg war. Manchmal fanden wir eine Perle, meistens aber war sie einfach leer. Die werden dann zurück zur Farm gebracht, wo sie gesäubert und verkauft werden.


My little Aussie note: I'm back in Broome after a week in Cygnet Bay at the top of Dampier Peninsula. Tomorrow I'll leave for Derby where I'm going to stay on a horse farm, I'm really excited! Hope you all are okay and survived the storm in Perth!

Mittwoch, 24. März 2010

Kamele, Krokodile, Sonne und ein Pool

Endlich, der McDonalds hat wieder Internet und somit ist es Zeit für einen neuen Blogeintrag, bevor ich weiter fahre.

In Broome ist es zwar "nur" um die 38 Grad warm, doch die Luftfüchtigkeit beträgt um die 70%, und das ist sogar noch wenig für diese Gegend. Ich bin jedenfalls froh, hat mein Backpacker einen Pool. Das Wasser ist zwar relativ warm, doch es fühlt sich dennoch besser an als gar nichts.

Ausser baden, in der Chinatown herumschlendern und mit anderen Touristen plaudern habe ich noch zwei Ausflüge gemacht. Der erste ging zum Malcolm Douglas Wilderness Wildlife Park, ein kleiner Park mit verschiedenen australischen Tieren, mehrheitlich jedoch Krokodilen. Ich durfte zu Beginn ein meterlanges, einjähriges Krokodil halten xD Das war ein eigenartiges Gefühl und es fühlte sich überraschenderweise sehr sanft an! Es gab anschliessend eine stündige Tour mit einem Guide, der uns alles über die Krokodile erzählte und sie zwischendurch fütterte, um etwas „Action“ herbeizurufen.






Am nächsten Tag ging ich auf die nächste Tour: Camelride in the sunset! Es waren etwa 16 Kamele, einige davon spielten in dem Film „Australia“ mit und wir ritten damit am Strand entlang und konnten den Sonnenuntergang beobachten. Es war traumhaft und unsere Kameras wurden auch ständig eingesammelt, um von uns Fotos zu machen. Hier ein paar Bilder davon.






My little Aussie note: I'm staying in Broome at a backpackers. Just now I heard that I could go to Cygnet Bay on friday, a pearl farm on top of Dampier Peninsula. I'm excited as it's something totally new. Anyway, apart from this humidity I'm fine and enjoy my last days here in Broome ;-)

Samstag, 20. März 2010

5223km: Broome

Nach meinem Karijini-Abenteuer fuhr ich dreieinhalb Stunden weiter nach Port Hedland, eine Minenstadt direkt am Meer. Viel zu tun gibt es dort nicht und lange bleiben will man sowieso nicht, da alles extrem teuer ist. Für das günstigste Zimmer hätte ich 100.- bezahlen müssen, also schlief ich halt erneut im Zelt in einem Caravan Park. Langsam zahlt sich mein Zelt echt aus, hätte ich nicht gedacht. Und dank der tollen Luftmatratze, die ich in Exmouth kaufte, lässt es sich auch besser leben :-)

Am Abend hatte ich eine schöne Sicht auf den Hafen.


Bevor ich weiter nach Broome fuhr, besuchte ich noch die School of the Air. Es ist eine Schule mit etwa 15 Kindern, die alle weit verstreut auf Farmen wohnen und nicht auf eine öffentliche Schule gehen können. Sie werden Zuhause unterrichtet und haben täglich eine Klassen-Lektion und zweimal in der Woche eine Privatlektion via Computer. Ich durfte dort reinschauen und sah, wie eine Lehrerin mit ihren zwei Sechstklässlern über ein Mikrophon kommunizierte. Manchmal blinkte etwas auf und dann wusste die Lehrerin, dass dieses Kind aufstreckte und etwas fragen wollte oder die Antwort auf eine Frage hatte. Der eine Junge wohnte übrigens etwas ausserhalb von Broome, der andere 400km südlich von Port Hedland. Zweimal im Jahr besucht die Lehrerin die Kinder auf ihren Farmen.

In der heutigen Lektion ging es um die Vorbereitung von einem Assembly, eine Art Zusammenkunft der Schule (alles via Computer), in der die einzelnen Kinder ein Comic, das sie selbst gezeichnet haben, vorlesen und den anderen vorstellen.

Schliesslich musste ich dann aber weiter, da ich eine über 600km lange Fahrt nach Broome vor mir hatte. A bloody long way! Zwischendurch kamen mir Autos entgegen, die eine Art Blaulicht (halt nur in orange ^^) hatten und ein Schild mit der Aufschrift „Oversize“. Sie forderten die entgegenkommenden Autofahrer auf, langsamer zu fahren. Manchmal musste man sogar anhalten, denn hinter ihnen fuhr ein Oversize Road Train, das sah dann zum Teil so aus:


Leider ist es etwas verwackelt, aber ich fand es sehr beeindruckend.

Während der Fahrt kam ich ab und zu in Regenschauer und es sah echt unheimlich aus, doch ich wusste, dass momentan kein Zyklon unterwegs ist und demnach konnte ich mit einem etwas besseren Gefühl durch fahren.


So darf man sich übrigens die Strasse vorstellen, manchmal mit mehr, manchmal mit weniger Bäumen (hier hats grad gar nichts ;-))

Schliesslich kam ich noch zum 80 Mile Beach. Also eigentlich war der ja schon die ganze Zeit "neben" mir, doch an einer bestimmten Stelle konnte man 10km auf einer Schotterpiste bis zum Strand fahren, was ich auch tat. Ich sah wunderschöne Muscheln und einen ewig weiten, weissen Sandstrand.


Was ich dann letztendlich alles in Broome erlebte, erzähle ich euch in meinem nächsten Eintrag ;-)

Donnerstag, 18. März 2010

Karijini National Park

Nach einer langen Fahrt und einer Übernachtung in Tom Price gings ab in den Karijini National Park. Ich blieb zwei Tage und zwei Nächte auf einem Zeltplatz mitten im Nationalpark, der zum Teil von Dingos heimgesucht wird. In meiner zweiten Nacht hörte ich, wie einer um mein Zelt schlich und dann davon lief, als ich mich drehte ;-)

Der Nationalpark ist einer der schönsten, den ich je gesehen habe. Die Natur ist wunderschön und er verfügt über einige Schluchten, Wasserfälle und Pools, wo man baden kann. Ich traute jedoch nicht allen, als ich die Fische drin herumschwimmen sah, doch wenn man sonst kein fliessendes Wasser hat, braucht man zwischendurch schon mal eine Abkühlung, wie zum Beispiel hier beim Fortescue Falls. Hier ging ich jeden Abend baden und mich von den anstrengenden Klettereien in den Schluchten zu erholen, von denen ich bis jetzt noch Muskelkater habe.


Die Hamersley Gorge war die erste Schlucht, die ich mir anschaute. Sie war am weitesten entfernt und deshalb gehen einige Touristen nicht dort hin, doch ich sah ein Foto auf einer Postkarte und wollte unbedingt an diesen Ort.




Kletterte man weiter, kam man schliesslich zu einer kleinen Einbuchtung mit einem versteckten Pool.


Am nächsten Tag besuchte ich dann Joffre Falls. Es war zwar wunderschön, aber leider zu wenig Wasser und deshalb gab es keinen Wasserfall. Doch dafür konnte ich hinunter klettern und von unten alles genauer anschauen. Hier ein Foto von oben, vom Aussichtspunkt. Man kann gut erkennen, wo der Wasserfall normalerweise runterkommt.


Mein absolutes Highlight war jedoch die Hancock Gorge. Nachdem man eine Leiter hinuntersteigen musste, ging die Kletterei erst richtig los. Zuerst durch hüfttiefes Wasser laufen und dann mit einem Fuss auf der linken Felsenwand, mit dem anderen auf der rechten (dazwischen war Wasser) den Spider Walk durchklettern, bis man schliesslich zum Kermit Pool gelangt. Danach könnte man sich noch an Hacken den Wasserfall hinunter abseilen, das liess ich dann bleiben ;-) Hier meine schönsten Bilder davon:




Auch der Circular Pool gefiel mir gut, den ich als Abschluss besuchte. Das Wasser war sehr klar und frisch und setzte man sich unter den Wasserfall, hatte man eine richtig warme Dusche! :-)

My little Aussie note: As you can see I’ve been to the Karijini National Park. I stayed there two nights in my tent, it was quite adventurous with the dingoes at night (though I could only hear them, I haven’t seen one). It was fantastic and I’m very glad I didn’t do a tour but explored everything on my own. It saved a lot of money and I saw a lot more and could enjoy it properly!

Freitag, 12. März 2010

2917km: Exmouth

Ich verliess Bullara Station und erreichte nach einer Stunde Exmouth. Ich fuhr direkt zu der Farm, die mich – so glaubte ich zumindest – erwartet. Doch es war kein Mensch da, es hatte nur zwei Emus die um mein Auto schlichen und einen Goanna, die grösste Echse Australiens.


So, gleich mein zweiter Beitrag heute. Ich muss auf dem neusten Stand bleiben, da ich bald weiterfahre in den Karijini National Park und da gibt es dann einiges zu berichten ;-)

Als der Typ dann endlich auftauchte, dem die Farm gehörte, ging es nicht viel besser weiter. Er zeigte mir eine Art Container (sein „Büro) mit einem dreckigen Bett und es stank extrem! Wie ich dann herausfand, kocht er nicht, er geht in sein Haus in Exmouth selber und ich muss dann alleine auf der komischen Farm sein. Die Küche war dreckig und uah, ich war echt schockiert. Ich sagte ihm dann, dass ich es mir anders vorgestellt habe und verliess kurzerhand die Farm und suchte den nächsten Caravan Park auf. Dort war es dann super und nachdem ich mir eine Luftmatratze kaufte, fühlte ich mich wie im siebten Himmel in meinem Zelt :-)

Am nächsten Tag besuchte ich den Cape Range National Park. Dieser hat einige Schluchten und Strände, leider aber so viele, dass ich nicht alle anschauen konnte. Doch hier ein paar Bilder von den schönsten Orten.

Lakeside, ein Strand an dem ich schnorcheln ging – traumhaft!


Mandu Mandu Gorge, eine Schlucht in der ich auch einige Kangaroos angetroffen habe.



Heute gings dann weiter zur Charles Knife Road und zum Thomas Carper Outlook, wo ich auch eine kleine Wanderung machte auf einem Weg, der so schlecht ausgeschildert war, dass ich mich einige Male verlaufen habe.




My little Aussie note: I’m in Exmouth in a caravan park. I like it here, although I thought Exmouth was bigger. Soon I’ll go to Karijini National Park and then up to Port Hedland and Broome. I’ll send you an email or write something in the blog when I’m in Broome :-)